TQ Lindener Hafen

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Tomasz Lachmann
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Projektbeschreibung
Status:
Konzept

Hat der Lindener Hafen das Potential zu einem Leuchtturm für Stadttransformation? Könnte hier Platz sein für neue, kreislaufbasierte Wirtschaftsmodelle? Ist es sinnvoll den Lindener Hafen neu zu denken? Diesen Fragen wollen wir in einem Forschungsprojekt auf den Grund gehen.

Herausforderung

Potentialfläche Lindener Hafen

Der Lindener Hafen hat als wirtschaftlicher Standort eine besondere Bedeutung für die angrenzenden Quartiere und darüber hinaus natürlich auch für die Stadt Hannover als solche. Aktuell ist das Areal Standort für ca. 50 Betriebe mit insgesamt etwa 3.000 Beschäftigten, deren Schwerpunkte Mineralölindustrie (Tanklager), Schrotthandel (Recycling), Stahlhandel, Speditionen, Bauwirtschaft, Zement sowie Getreidelagerung sind. – Quelle: hannover.de

Dass hier allerdings noch Entwicklungspotential vorliegt, sieht auch die Wirtschaftsförderung Hannover. 2019 wurde eine Studie in Auftrag gegeben, um zu prüfen, wie man den Gewerbesektor weiter ausbauen kann. Die Ergebnisse sind unseres Wissens nach noch unveröffentlicht, doch lassen neue Handlungsempfehlungen für die Stadtpolitik erwarten. 

Die WABCO, eines der größten ansässigen Unternehmen, macht es währenddessen vor: Im August 2018 eröffnet sie das ‘Engeneering Innovation Center’. 650 Mitarbeiter entwickeln hier “autonome Fahrzeugsteuerungs- und Fahrerassistenzsysteme wie Aktivbremssysteme, Aktivlenkung und elektronische Stabilitätskontrollen”. – Quelle: niedersachsenmetall.de

Dass auch experimentelle Ideen Platz brauchen beweist hingegen das PLATZprojekt seit inzwischen mehr als 6 Jahren.

Mit den ‘Hannover Docks’ haben sich weitere Unternehmer angesiedelt, die dem Ruf nach Mischnutzungen folgen: “Neben konventionellen Büroflächen und Shared- und Coworking-Spaces entstehen avantgardistische Business-Lofts mit hochwertiger Ausstattung, aber auch Raum für integrative Arbeit und Produktion oder Kulturarbeit.” – Quelle: hannover-docks.de

Die Möglichkeiten für eine Nutzungserweiterung des Lindener Hafen scheinen damit noch nicht zu Ende gedacht. Marc Hansmann, SPD-Kandidat für die Bürgermeisterwahl 2019, hat mit seinem Wahlprogramm u.a. die Vision der ‘Hafen-City’ eingebracht. Er wollte damit dem steigenden Druck auf den Hannoveraner Wohnungsmarkt mit tausenden von Wohnungen im Hafen entgegnen. Dafür erntete er nicht wenig Kritik. – Quelle: haz.de

Wie allerdings Ernst Barkhoff, ehemaliger SPD-Ratsherr, im Stadtteilmagazin für Linden/Limmer “Punkt-Linden” im Juli 2019 zu ergänzen weiß, schließt das eine das andere nicht aus: “Attraktiv und belebend für das neue Quartier wäre es, Arbeiten und Wohnen unter einem Dach zu ermöglichen. Insgesamt hat das Gebiet viel Charme und bietet große Chancen.  (...) Eine Ausweisung des Gebietes zwischen Hafenbecken und der Straße ‘Am Lindener Hafen’ als Mischgebiet in einem Bebauungsplan wäre politisch jetzt die richtige Maßnahme zur rechtlichen Absicherung der neuen Chancen.” – Quelle: punkt-linden.de

Das Stichwort heißt ‘Produktive City’. Ein Konzept, das In einigen europäischen Städten (darunter Wien, Brüssel, Paris oder Amsterdam) bereits lang und intensiv als städteplanerische Maßnahme diskutiert und ausprobiert wird. Die ‘produktive Stadt’ ist nicht nur die Antwort auf die Frage, wie man Wohn- und Arbeitsraum zusammenlegen kann. Vielmehr geht es darum, wie urbane Versorgung und Gestaltung in Zukunft besser funktionieren kann: Durch Kreislaufwirtschaften, Re- und Upcycling, manufaktureller Herstellung, Digitalisierung und Automatisierung und mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten für Einwohnende.

Leider ist die öffentliche Diskussion über das Gebiet in Vergessenheit geraten und es scheint nur wenig zu passieren. Doch ist dem wirklich so?

Lösungsansatz

Der Lindener Hafen, ein Transformationsquartier?

In Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität wollen wir im Wintersemester 2022 eine Gruppe von Bachelor-Studierenden dazu anregen, über das Transformationspotential des Quartiers nachzudenken, Interviews mit verschiedenen Stakeholder in und um das Quartier zu führen und eigene Visionen für ein zukunftsfähiges Stadtquartier zu entwickeln. Die Ergebnisse wollen wir der Stadtöffentlichkeit natürlich nicht vorenthalten, sodass eine Aufarbeitung  auf dieser Website veröffentlicht soll.

Wir planen außerdem wichtige Stakeholder schon frühzeitig einzubinden, um so vielleicht den bzw. die ein oder andere*n Verantwortliche*n zu inspirieren.

Aktueller Stand

Wir befinden uns in einer sehr frühen Phase des Vorhabens. Bisher wurde lediglich mit Dr. Ursula Weisenfeld, Dozentin an der Leuphana Universität, das Vorhaben elaboriert.

Wenn du Fragen hast, melde dich gerne bei Tomasz, tl@gfaz.de.

Danksagung

Wir möchten uns von Herzen bei Dr. Ursula Weisenfeld bedanken, dafür dass sie immer ein offenes Ohr für unsere Ideen hat, konstruktiv berät und alles möglich macht, was geht.

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